John M. Armleder und Gerhard Merz, Galerie Susanna Kulli, Zürich
John M. Armleder, Gerhard Merz
24. September bi 22. Dezember 2016
Gerhard Merz’ Werk wird von der Überzeugung getragen, dass die Moderne mit den Mitteln der Architektur und innerhalb kunsteigener Gesetzmäßigkeiten wie Maß, Farbe, Licht, Fläche und Raum jene Form der Abstraktion ermöglicht, in der die angestrebte Leere durch keinerlei Mythen oder Realitätssurrogate um ihre Wirkung gebracht wird. Gerhard Merz’ Besonderheit ist, dass er immer den ganzen Raum denkt. So zu sehen in seiner Ausstellung „Gemälde der Braut“ (2014), die die Galerie Susanna Kulli seither nach seinem Lichtkonzept in hellstem Licht flutet. Die Kraft seiner Malerei ist in dem grünen Monochrom zu sehen. Eine Malerei, deren purité ihresgleichen sucht und die sich jeder spirituellen Überhöhung verweigert. „Klein hat gemalt, ich streiche an“, sagte er einmal.
John M. Armleder beraubt eine einfache Sprossenwand, in Turnhallen ein alltägliches Requisit, ihrer angestammten Funktion. Flankiert von zwei pastellfarbenen Monochromen ist sie das zentrale Element der Furniture Sculpture 247. Ein vorgefundener Gegenstand, ein Readymade im Sinne Marcel Duchamps, dient als Ausgangspunkt für eine Reflexion über die strukturelle und ästhetische Qualität des „Banalen“. Die Arbeit, in Form eines Triptychons gestaltet, bekräftigt Armleders Skepsis gegenüber einer strikten Trennung zwischen den Kategorien Skulptur und Malerei.
Die Ausstellung in der Galerie Susanna Kulli schiebt diese beiden künstlerischen Haltungen anhand zweier historischer Werke im Raum aneinander, um sie im Lichte von Gerhard Merz’s Beleuchtungsinstallation interagieren zu lassen.
Gerhard Merz, geb. 1947 in Mammendorf, lebt und arbeitet in Pescia, Italien.
Die erste Einzelausstellung von Gerhard Merz, Mondo Cane, fand 1983 in der Galerie Susanna Kulli in St. Gallen statt. Seine zweite folgte mit der Ausstellung Gerhard Merz, ITALIA MCMLXXXVI, 1986, ebenda und in den Zürcher Galerieräumen folgte die dritte Einzelausstellung Gerhard Merz, Gemälde der Braut...(oder das Ende vom Lied), 2014.
John M. Armleder, geb.1948 in Genf, lebt und arbeitet in Genf.
John M. Armleders erste Einzelausstellung in der Galerie Susanna Kulli fand 1983 in St. Gallen statt der in den verschiedenen Räumen der Galerie in St. Gallen sowie in Zürich, weitere Einzel-, sowie thematische Ausstellungen, bis 2017 folgten.
Galerie Susanna Kulli, Dienerstrasse 21, 8004 Zürich / Tel. +0041 (0)43 243 33 34 www.susannakulli.ch
Di–Fr 13–18h / Sa 11–16h / Di–Fr 13–18h / Sa 11–16h