Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Freunde,

Sehr gerne nahm ich das Interesse und die Begeisterung von Herrn Dr. phil. Jochen Hesse (Leiter der Graphischen Sammlung und des Fotoarchivs der Zentralbibliothek Zürich) an meinem Galerienarchiv entgegen und übergebe dieses zukunftsgerichtet der Zentralbibliothek im Sinne einer breiten Öffnung und Zugänglichkeit. Die Zentralbibliothek wird mit einer Pressemitteilung im März 2017 separat über diese Schenkung informieren.

Diese für mich erfreuliche Entwicklung lief parallel zu einem weiteren Vorhaben: Im Sommer 2017 erscheint eine Publikation über die Galerietätigkeit von 1983 bis 2016 mit dem Titel 33 Jahre Galerie Susanna Kulli im Spiegel der Presse, ein Materialbuch, herausgegeben von Peter Zimmermann und Max Wechsler. Das Materialbuch enthält u.a. chronologisch geordnete Presseauszüge aus unserem Galerienarchiv aus nationalen wie internationalen Printmedien.

Die ganzseitig nachgedruckten Ausstellungsbesprechungen sind so in ihren zeitgeschichtlichen Kontext eingebettet und veranschaulichen die Veränderungen in Ton und Layout der Feuilletons über die Jahre. Eingeleitet wird die Publikation mit Texten von Max Wechsler, Hans Rudolf Reust, Urs Staub, Marcus Steinweg und einem Interview zwischen Jacqueline Burckhardt und Susanna Kulli.

Die Beschäftigung mit einem Archiv ist immer auch eine Beschäftigung mit sich selbst. Folgend daraus habe ich mich dazu entschlossen, meine Galerie, die ich zusammen mit meinen vertretenen Künstler als Programmgalerie führen durfte, an der Dienerstrasse auf Ende April zu schliessen.

Der Kunst und den Künstlern/innen werde ich aber mit der Schliessung der Galerieräume nicht abhanden kommen.

Die Radikalität des Versuchs, die Frische des Gedankens, das Tastende in einem Frühwerk hat mich stets inspiriert und geleitet. Ich werde mich ab Sommer in einem Umfeld in Zürich niederlassen, wo die Zukunft neu gedacht, neu entworfen wird. Gerne informiere ich Sie zu einem späteren Zeitpunkt darüber.

Im Zuge der Archivübergabe an die Zentralbibliothek Zürich lade ich Sie herzlich ein, am Mittwoch, 12. April um 19 Uhr an der Dienerstrasse 21, einem Gespräch zwischen Dr. phil. Jochen Hesse und Barbara Basting (Leiterin Bildende Kunst der Stadt Zürich) beizuwohnen. Es wird über die Bedeutung des Archivs in Zeiten der Veränderung diskutiert. Es würde mich freuen, wenn Sie sich den 12. April 2017 in Ihrer Agenda vormerkten und mit dabei sind.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und freue mich auf weitere anregende Momente während der kommenden zwei Monate an der Dienerstrasse 21.

Dear Sir or Madam,
Dear Friends:

Dr. phil. Jochen Hesse (head of the Department of Prints and Drawings and the Photo Archive at Zentralbibliothek Zürich) has expressed enthusiastic interest in the archives of my gallery, and so I have taken him up on his offer to transfer them to the library to make them easily accessible to interested readers now and in the future. The Zentralbibliothek Zürich will inform the public of the donation in a separate press release in March 2017.

This gratifying development coincides with the realization of another project: a publication on the gallery’s activities between 1983 and 2016. Titled 33 Jahre Galerie Susanna Kulli im Spiegel der Presse, ein Materialbuch and edited by Peter Zimmermann and Max Wechsler, the anthology will contain a chronologically arranged selection of reviews from Swiss and international print media drawn from the gallery’s archives, among other materials.

The reviews will be presented in full-page reproductions and embedded in their contemporary contexts to illustrate how the tone and layout of arts sections have changed over the years. Contributions by Max Wechsler, Hans Rudolf Reust, Urs Staub, and Marcus Steinweg and an interview between Jacqueline Burckhardt and Susanna Kulli will introduce the publication.

The review of a personal archive is always also an exercise in self-study. In my case, it led me to the conclusion that I will close the program gallery on Dienerstrasse I have had the honor of running in collaboration with the artists I have represented.

But I will not be lost to art and the artists when I close the door on my showrooms.

The radical venture, the fresh thought, the tentative beginnings of a budding oeuvre have always been guiding ideas and a source of inspiration for me. Starting this summer, I will launch a new undertaking in a setting in Zurich where the future is being reimagined and redesigned. I look forward to letting you know more in another letter soon.

On occasion of the transfer of my archives to the Zentralbibliothek Zürich, Dr. phil. Jochen Hesse and Barbara Basting (director of visual arts, Department of Culture, City of Zurich) will join me in the gallery to discuss the significance of the archive in an era of change. The public conversation will take place at Dienerstrasse 21 on April 12, 2017 at 7pm. I would be delighted to see you there—save the date!

Allow me to thank you for your interest in my work. I look forward to many more inspiring moments in the two remaining months at Dienerstrasse 21.

Sincerely yours,
Susanna Kulli